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Unia Vertrag GAV für Baukader (Poliere und Werkmeister)

Version des GAV

Gesamtarbeitsvertrag: ab 01.04.2017
Allgemeinverbindlicherklärung: (keine Angaben)

Kriterienauswahl (51 von 51)

GAV-Übersicht

Stammdaten

GAV-TypBrancheVerantwortliche/r für den GAVAnzahl unterstellter ArbeitnehmerInnenAnzahl unterstellter Betriebe

Geltungsbereiche

Kurzinfo Geltungsbereichörtlicher Geltungsbereichbetrieblicher Geltungsbereichpersönlicher Geltungsbereichallgemeinverbindlich erklärter örtlicher Geltungsbereichallgemeinverbindlich erklärter betrieblicher Geltungsbereichallgemeinverbindlich erklärter persönlicher Geltungsbereich

Vertragsdauer

automatische Vertragsverlängerung / Verlängerungsklausel 

Auskünfte

Auskünfte / Bezugsadresse / paritätische Kommission 
GAV-Details gemäss Kriterienauswahlnach oben

GAV-Übersicht

Stammdaten

GAV-Typ

Überregional

Branche

Baukader

Verantwortliche/r für den GAV

Chris Kelley

Anzahl unterstellter ArbeitnehmerInnen

ca. 5'000 (2010)

Anzahl unterstellter Betriebe

2'650 (2010)

Geltungsbereiche

örtlicher Geltungsbereich

Gilt für das ganze Gebiet der schweizerischen Eidgenossenschaft.

Artikel 1

betrieblicher Geltungsbereich

Gilt für in- und ausländische in der Schweiz tätige Betriebe, bzw. Betriebsteile, Subunternehmer und selbständige Akkordanten, die Arbeitnehmer beschäftigen, wenn deren Haupttätigkeit, d.h. ihr Gepräge, im Bereich des Bauhauptgewerbes liegt. Das Gepräge des Betriebes beruht auf der Art der Tätigkeit des Betriebes oder des selbständigen Betriebsteils und wird wie folgt ermittelt:
1. in erster Linie ist auf das Kriterium der "Arbeitsleistung in Arbeitsstunden bezogen auf die Tätigkeit in den zu prüfenden Bereichen" abzustellen;
2. ist diese Zuordnung aus irgendwelchen Gründen nicht möglich, ist ersatzweise auf die Stellenprozente abzustellen;
3. ergibt sich auch dabei kein eindeutiges Ergebnis, werden Hilfskriterien, wie Umsatz und Gewinn, Handelsregistereintrag und Verbandsmitgliedschaft beigezogen.

Das Gepräge Bauhauptgewerbe liegt insbesondere vor, wenn eine der nachstehenden Tätigkeiten durch den Betrieb oder den Betriebsteil hauptsächlich, d.h. überwiegend ausgeführt werden:
a. Hochbau, Tiefbau (inkl. Spezialtiefbau), Strassenbau (inkl. Belagseinbau), Untertagbau;
b. Aushub, Abbruch, Lagerung und Recycling von Aushub-, Abbruch- und anderen nicht industriell hergestellten Baumaterialien; ausgenommen sind stationäre Recyclinganlagen ausserhalb der Baustelle und bewilligte Deponien gemäss Artikel 35 VVEA sowie das in ihnen beschäftigte Personal;
c. Steinhauer- und Steinbruchgewerbe sowie Pflästereigewerbe;
d. Marmor- und Granitgewerbe;
e. Gerüst-, Fassadenbau- und Fassaden-Isolationsbetriebe, ausgenommen Betriebe, die in der Gebäudehülle tätig sind. Der Begriff Gebäudehülle schliesst ein: geneigte Dächer, Unterdächer, Flachdächer und Fassadenbekleidungen (mit dazugehörendem Unterbau und Wärmedämmung);
f. Abdichtungs- und Isolationsbetriebe für Arbeiten an der Gebäudehülle im weiteren Sinne und analoge Tätigkeiten im Tief- und Untertagbau;
g. Betoninjektions- und Betonsanierungsbetriebe, Betonbohr- und Betonschneidunterneh-men;
h. Betriebe, die Asphaltierungen ausführen und Unterlagsböden erstellen;
i. Gartenbaufirmen, soweit ihr Gepräge im Bauhauptgewerbe liegt, d.h. sie mehrheitlich Arbeiten im Sinne des vorliegenden betrieblichen Geltungsbereichs, wie Bauarbeiten, Planierungen, Maurerarbeiten usw. ausführen;
k. Transporte von und zu Baustellen. Ausgenommen sind Anlieferungen von industriell hergestellten Baumaterialien (z. B.

Artikel 2; Zusatzvereinbarung 12

persönlicher Geltungsbereich

Diesem Baukadervertrag unterstellt sind Poliere und Werkmeister, welche in Betrieben gemäss Art. 2 dieses Baukadervertrages beschäftigt sind.

Als Poliere und Werkmeister gelten nur Arbeitnehmende, welche die folgenden Voraussetzungen erfüllen:
a) sich durch eine erfolgreiche Berufsprüfung ausweisen oder
b) vom Betrieb aufgrund ihrer entsprechenden Fähigkeiten und Leistungen ausdrücklich als solche ernannt wurden bzw. werden. Soweit ein Polier oder Werkmeister Arbeitgeberfunktionen ausübt oder in der Geschäftsleitung tätig ist, ist er diesem Vertrag nicht unterstellt.

Artikel 3

Vertragsdauer

automatische Vertragsverlängerung / Verlängerungsklausel

GAV verlängert sich jeweils um 1 weiteres Jahr, sofern er nicht 6 Monate vor Ablauf (31.12.2012) durch eine Vertragspartei schriftlich gekündigt wird.

Artikel 31.2

Auskünfte

Auskünfte / Bezugsadresse / paritätische Kommission

Schweizerische Baumeisterverband (SBV)
Weinbergstrasse 49
Postfach
8042 Zürich
044 258 81 11
verband@baumeister.ch

Unia:
Bruno Tanner
031 350 22 72
bruno.tanner@unia.ch

Arbeitsbedingungen

Lohn und Lohnbestandteile

Löhne / Mindestlöhne

Minimallöhne (ab 1.1.2013)LohnzoneMonatslohnStundenlohn
Lohnzone ROTRegio Basel, GECHF 6'573.--CHF 37.35
Lohnzone BLAUAG, AI/AR, BE (ausgenommen: Aarberg, Aarwangen, Biel, Burgdorf, Büren, Erlach, Fraubrunnen (ohne die Gemeinden Diemerswil, Moosseedorf, Münchenbuchsee), Laupen, Nidau, Signau, Trachselwald, Wangen a.A.), FR, GR (ohne Kreise Brusio, Poschiavo, Bergell mit Gemeinde Maloja), JU, LU, NE, NW, OW, SH, SZ, SO (ohne Bezirke Dorneck-Thierstein), SG, TG, UR, VD, VS, ZG, ZHCHF 6'316.--CHF 35.85
Lohnzone GRÜNBE: Aarberg, Aarwangen, Biel, Burgdorf, Büren, Erlach, Fraubrunnen (ohne die Gemeinden Diemerswil, Moosseedorf, Münchenbuchsee), Laupen, Nidau, Signau, Trachselwald, Wangen a.A.), GL, GR (Kreise Brusio, Poschiavo, Bergell ohne Gemeinde Maloja), TICHF 6'060.--CHF 34.45

Stundenlohndivisor: 176 (= 2'112/12)

Artikel 10; Zusatzvereinbarung 12

Lohnkategorien

Als Poliere und Werkmeister gelten nur Arbeitnehmende, welche die folgenden Voraussetzungen erfüllen:
a) sich durch eine erfolgreiche Berufsprüfung ausweisen oder
b) vom Betrieb aufgrund ihrer entsprechenden Fähigkeiten und Leistungen ausdrücklich als solche ernannt wurden bzw. werden.

Artikel 3.1

Lohnerhöhung

2014:
Nullrunde

2013:
Generelle Lohnerhöhung und Erhöhung der Mindestlöhne um 0.5%

Zur Information:
Vertragsparteien verhandeln im Herbst eines jeden Jahres jeweils über eine allfällige Anpassung der Löhne oder weitere wirtschaftliche Verbesserungen. Alle 2 Jahre wird über eine allfällige Anpassung der Minimallöhne verhandelt.

Artikel 22.1; Zusatzvereinbarung 12

Jahresendzulage / 13. Monatslohn / Gratifikation / Dienstaltersgeschenke

Arbeitnehmende haben haben Ende des Jahers Anspruch auf einen 13. Monatslohn (durchschnittlicher Monatslohn; pro rata: 8.33%).

Artikel 10.4

Kinderzulagen

Gemäss kantonalen Gesetzgebungen

Artikel 22.2

Lohnzuschläge

Überstunden / Überzeit

Übersteigt die wöchentliche Arbeitszeit 48 Stunden, so ist die weitergehende Arbeitszeit Ende des Folgemonats zum Grundlohn mit einem Zuschlag von 25% zu bezahlen.

Zuschläge zu Überstunden sowie zu Samstags-, Nacht- und Sonntagsarbeit werden nicht kumuliert. Es wird der jeweils höhere Ansatz angewendet.

Artikel 8.6 und 11.3

Nachtarbeit / Wochenendarbeit / Abendarbeit

Art der ArbeitZuschlag
SamstagsarbeitGeldzuschlag von 25%
Nacht- (zwischen 20 Uhr und 5 Uhr im Sommer bzw. 6 Uhr im Winter) und Sonntagsarbeit (von samstags 17 Uhr bis montags 5 Uhr im Sommer bzw. 6 Uhr im Winter) (ohne Schichtarbeit)Lohnzuschlag von 50%
FeiertagsarbeitLohnzuschlag von 50%

Sonntagsarbeit werden nicht kumuliert. Es wird der jeweils höhere Ansatz angewendet.

Artikel 11

Schichtarbeit / Pikettdienst

Zeitbonus von 20 Minuten je Schicht oder eine Zulage von CHF 1.--/Arbeitsstunde

Artikel 11.4.3

Spesenentschädigung

Mittagsentschädigung: CHF 14.--
Kilometerentschädigung für Privatwagen: CHF -.60/km
Arbeitnehmende und Arbeitgeber haben sich bzgl. Versetzungsentschädigung einzelvertraglich zu verständigen.

Artikel 12.2; Zusatzvereinbarung 2009

weitere Zuschläge

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Arbeitszeit und freie Tage

Arbeitszeit

Gemäss LMV Bauhauptgewerbe, Art. 24-28:
2'112 h/Jahr (52,14 Wochen zu 40,5h),
minimal 37,5 und max. 45 Wochenstunden

Artikel 8, Zusatzvereinbarung betr. Lohn 09 sowie Anpassung Baukadervertrag vom 15. Oktober 2008

Ferien

AlterskategorieFerientage
Bis zum vollendeten 20. Altersjahr30 Arbeitstage (13% des Lohnes entsprechend)
20.-50. Altersjahr25 Arbeitstage (10.6% des Lohnes entsprechend)
Ab 50. Altersjahr30 Arbeitstage (13% des Lohnes entsprechend)

Artikel 16.1

bezahlte arbeitsfreie Tage (Absenzen)

AnlassBezahlte Tage
Heiratbis 2 Tage
Hochzeit in der Familie1 Tag
Geburt eines Kindes1 Tag
Todesfall in der Familie (Ehepartner oder Kinder)bis 3 Tage
Todesfall von Geschwistern, Eltern und Schwiegerelternbis 3 Tage
Todesfall von anderen Verwandten oder BekanntenTeilnahme der Bestattung
Umzug (sofern in ungekündigtem Arbeitsverhältnis)1 Tag
Stellensuche nach erfolgter Kündigung aufgrund vorheriger Verständigung mit dem Arbeitgebernötige Zeit
Höhere, vom BBT anerkannte Fachprüfungen, öffentliche oder staatlich subventionierte Berufsprüfungen, Expertentätigkeit; Teilnahme an nach gegenseitiger schweiz. Verbandstagungen und Kursennach gegenseitiger Absprache
Bekleidung öffentlicher Ämternach gegenseitiger Absprache
Entlassung aus der Wehrplicht0,5-1 Tag

Artikel 9.1

bezahlte Feiertage

Pro Jahr werden maximal 9 Feier- und Ruhetage (inkl. 1. August) vergütet, wenn sie auf einen Arbeitstag fallen. Fehlt ein lokaler GAV gelten die vom jeweiligen Kanton festgelegten gesetzlichen Feier- und Ruhetage. Fallen die entschädigungsberechtigten Feiertage in die Ferien, sind sie ebenfalls zu vergüten.

Artikel 10.5.1

Bildungsurlaub

Arbeitnehmende haben pro Jahr Anspruch auf bis zu 5 bezahlte Arbeitstage für die berufliche und/oder führungsbezogene Aus- und Weiterbildung.

Artikel 18.1

Lohnausfallentschädigungen

Krankheit / Unfall

Krankheit:
Anspruch bei Krankheit oder durch einen von der Suva anerkannten Unfall auf volle Gehaltszahlung:
DienstjahrDauer Entschädigung
Ab 3. Monat bis Ende 1. Dienstjahr1 Monat
2. - 3. Dienstjahr2 Monate
4. - 6. Dienstjahr3 Monate
7. - 9. Dienstjahr4 Monate
10. - 14. Dienstjahr5 Monate
ab 15. Dienstjahr6 Monate

- Leistungen: 90% des Lohns ab Krankheitstag während 730 Tagen. Vorausgesetzt ist eine nachgewiesene Arbeitsunfähigkeit von mindestens 25 % entsprechend dem Grad der Arbeitsunfähigkeit.

- Karenztage: max. ein unbezahlter Karenztag pro Ereignis.
Der Karenztag entfällt, wenn innert 90 Kalendertagen nach Arbeitsaufnahme erneut eine Arbeitsunfähigkeit infolge derselben Krankheit eintritt (Rückfall).

- Leistungen bei Mutterschaft während mindestens 16 Wochen,
(wobei mindestens acht Wochen auf die Zeit nach der Niederkunft fallen müssen). Die Bezugsdauer bei Mutterschaft wird nicht an die ordentliche Bezugsdauer von 730 Tagen angerechnet. Die Leistungen der staatlichen Mutterschaftsversicherung (EO) können angerechnet werden, soweit sie auf den gleichen Zeitraum entfallen.

- Das erneute Auftreten einer Krankheit gilt hinsichtlich
der Leistungsdauer und Aufschubszeit als neuer Krankheitsfall,
wenn der Versicherte vor erneutem Auftreten der Krankheit während 12 Monaten ununterbrochen arbeitsfähig war.

- Prämien: Kollektivtaggeld-Versicherung: Prämienanteil des/der Arbeitnehmenden 50%.
Während der Krankheitszeit ist der Arbeitnehmende von der Prämientragung befreit.

- Basis für das Taggeld ist der wegen Krankheit ausfallende, der normalen vertraglichen Arbeitszeit entsprechende zuletzt bezahlte Lohn. Gesamtarbeitsvertragliche Lohnanpassungen müssen im Krankheitsfall berücksichtigt werden.

-Kürzung der Lohnersatzleistungen: Die Auszahlung bei Arbeitsverhinderung darf nicht grösser sein als die Auszahlung bei Arbeitsleistung (zuzüglich Anteil 13. Monatslohn). Lohnersatzleistungen können gekürzt werden, wenn sie das Nettoeinkommen übersteigen.

- Bei Wiederauftreten von schweren Leiden, für die der Versicherte vor Eintritt in die Versicherung behandelt worden ist, kann die Leistungsdauer beschränkt werden. (siehe Skala in Zusatzvereinbarung 2017)
Die volle Leistung wird gewährt, sobald der Versicherte ununterbrochen 5 Jahre im schweizerischen Bauhauptgewerbe tätig gewesen ist. Unterbrüche von weniger als 90 Tagen (bzw. 120 Tagen für saisonal Beschäftigte und Kurzaufenthalter) werden nicht berücksichtigt.

- Der Versicherungsschutz erlischt in folgenden Fällen:
-mit dem Austritt aus dem versicherten Personenkreis bzw. aus dem Arbeitsverhältnis;
-wenn der Versicherungsvertrag aufgehoben oder sistiert wird;
-wenn das Leistungsmaximum erreicht ist
Sie tritt auch ausser Kraft, sobald sich der Versicherte länger als drei Monate im Ausland aufgehalten hat (das Fürstentum Liechtenstein gilt nicht als Ausland).

- Für ausländische Arbeitnehmende, die weder den Status des Jahresaufenthalters noch eine Niederlassungsbewilligung besitzen, erlischt jede Leistungspflicht des Versicherers mit dem Ablauf der Arbeitsbewilligung oder dem Verlassen der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein, ausgenommen bei nachweisbar medizinisch notwendigen stationären Aufenthalten in der Schweiz, unter Vorlage der entsprechenden Bewilligung der zuständigen Behörde.

Unfall:
- Versicherung gemäss Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG)
- Leistung: 80% des versicherten Lohnes
- Prämien für Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung werden vom Betrieb übernommen

Artikel 14; Zusatzvereinbarung 17

Mutterschafts- / Vaterschafts- / Elternurlaub

Vaterschaftsurlaub: 1 Tag

Artikel 9.1

Militär- / Zivil- / Zivilschutzdienst

Sofern Arbeitsverhältnis eingerechnet Militär-, Zivil- oder Zivilschutzdienst mehr als 3 Monate gedauert hat:

DienstdauerWerEntschädigung
Bis zu 4 Wochen100% des Lohnes
5. bis zur max. 21. WocheLedige ohne Unterstützungspflicht50% des Lohnes
Verheiratete und Ledige mit Unterstützungspflicht80% des Lohnes

Artikel 15

Pensionsregelungen / Frühpensionierung

Poliere und Werkmeister unterstehen dem allgemeinverbindlich erklärten GAV FAR im Bauhauptgewerbe vom 12. November 2002.

Artikel 20

Beiträge

Paritätische Fonds / Vollzugsbeiträge / Weiterbildungsbeiträge

Die Vertragsparteien dieses Vertrags sind am Vollzugs- und Weiterbildungsfonds für das Bauhauptgewerbe (Parifonds-Bau) beteiligt.

Vollzugskosten- und Aus-/Weiterbildungskosten (Parifonds) ab 1.6.2017:
WerBetrag (der UVG-pflichtigen Lohnsumme)
Beitrag der Arbeitnehmenden0.7%
Beitrag des Arbeitgebers0.5%

Artikel 26; Zusatzvereinbarung 17

Arbeits- / Diskriminierungsschutz

Anti-Diskriminierungsbestimmungen

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Gleichstellung allg. / Lohngleichheit / Vereinbarkeit Beruf und Familie / Sexuelle Belästigung

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Arbeitssicherheit / Gesundheitsschutz

Vgl. Zusatzvereinbarung 'Mitwirkung im Bauhauptgewerbe': u.a. Betrieb stellt sicher, dass eine 'Kontaktperson Arbeitssicherheit' (sog. 'Kopas') gemäss Branchenlösung 'Arbeitssicherheit und Gesundheitsvorsorge für das Bauhauptgewerbe' bestimmt ist und sorgt für frühzeitige und umfassende Information und Ausbildung.

Artikel 28; Zusatzvereinbarung 'Mitwirkung im Bauhauptgewerbe'

Lehrlinge / Angestellte bis 20 Jahre

Dieser GAV gilt nur für Baukader.

Kündigung

Kündigungsfrist

DienstjahreKündigungsfrist
Während der Probezeit (3 Monate)7 Tage
Im 1. Dienstjahr1 Monat
Ab dem 2. Dienstjahr3 Monate

Arbeitnehmer, die das 55. Altersjahr vollendet haben:
DienstjahreKündigungsfrist
Im 1. Dienstjahr1 Monat
Im 2.-9. Dienstjahr4 Monate
Ab dem 10. Dienstjahr6 Monate

Artikel 5 und 6.1; Zusatzvereinbarung 12

Kündigungsschutz

Krankheit oder Unfall vor Kündigung
Ist der Arbeitnehmende durch Krankheit oder Unfall ganz oder teilweise an der Arbeitsleistung verhindert, kann das Arbeitsverhältnis nicht gekündigt werden:

DienstjahrKündigungsschutz
1. Dienstjahr30 Tage
2. - 5. Dienstjahr90 Tage
ab 6. Dienstjahr oder nach vollendetem 45 LebensjahrSolange Taggeldleistungen ausbezahlt werden

Krankheit oder Unfall nach Kündigung
Erkrankt oder verunfallt der Arbeitnehmende während der Kündigungsfrist, so wird der Ablauf der Kündigungsfrist gemäss Art. 336c Abs. 2 OR wie folgt unterbrochen:

DienstjahrKündigungsschutz
1. Dienstjahr30 Tage
2. - 5. Dienstjahr90 Tage
ab 6. Dienstjahr180 Tage

Eine Kündigung kann nicht ausgesprochen werden, wenn sie nur deshalb erfolgt, weil ein Arbeitnehmer gewählter Funktionsträger einer Gewerkschaft ist.

Artikel 6.4; Zusatzvereinbarung 12

Sozialpartnerschaft

Vertragspartner

Arbeitnehmervertretung

Baukader Schweiz
Schweizer Kaderorganisation (SKO)
Gewerkschaft Unia (ab 1.6.2010)
Syna - die Gewerkschaft (ab 1.6.2010)

Arbeitgebervertretung

Schweizerischer Baumeisterverband (SBV)

paritätische Organe

Vollzugsorgane

Schweizerische Paritätische Aufsichtskommission Bau (SPB; bisher nicht gebildet - Stand: Februar 2014)
Zusammensetzung: Je 3 Mitglieder SBV und Arbeitnehmerorganisationen.
Die SPB hat die Aufgabe auftrags und namens der GAV-Vertragsparteien die arbeitsvertraglichen Bestimmungen dieses GAV inklusive deren Anhänge und Zusatzvereinbarungen durchzusetzen.

Artikel 23 und Anhang 2

Fonds

Vollzugs- und Weiterbildungsfonds des Bauhauptgewerbes (Parifonds-Bau)

Artikel 26

Mitwirkung

Freistellung für Verbandstätigkeit

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Mitwirkungsbestimmungen (Betriebskommissionen, Jugendkommissionen, usw.)

Arbeitnehmervertretung in Betrieben mit mehr als 50 Arbeitnehmenden auf Verlangen. Betriebe und Arbeitnehmervertretung legen gemeinsam Rechte und Aufgaben der Arbeitnehmervertretung fest.

Artikel 29 - 32 der Zusatzvereinbarung «Mitwirkungen im Bauhauptgewerbe»

Schutzbestimmungen von Gewerkschaftsdelegierten und von Mitgliedern der Personal- / Betriebskommissionen

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Soz. Massnahmen / Sozialpläne / Massenentlassungen / Erhaltung v. Arbeitsplätzen

gemäss Zusatzvereinbarung 'Mitwirkung im Bauhauptgewerbe'

Anhang 1

Konfliktregelungen

Schlichtungsverfahren

StufeZuständige Instanz
1. Stufebetriebliche Ebene
2. StufeSchweizerische Paritätische Aufsichtskommission Bau (SPB; bisher nicht gebildet - Stand: Februar 2014)
3. StufeMediation
4. StufeStaatliches Gericht

Artikel 23 und 24

Friedenspflicht

Die Vertragsparteien dieses Baukadervertrags verpflichten sich für sich, ihre Sektionen und ihre Mitglieder, während der Dauer dieses Vertrages den unbeschränkten (absoluten) Arbeitsfrieden im Sinne von Art. 357a Abs. 2 OR zu wahren. Infolgedessen ist jede arbeitsstörende Beeinflussung, wie Streik, Streikdrohung, Aufforderung zu Streiks und jeder passive Widerstand sowie jede Massregelung oder weitere Kampfmassnahmen, wie Sperre oder Aussperrung, untersagt.

Artikel 25

Kaution

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Dokumente und Links  nach oben
» GAV für Baukader (Poliere und Werkmeister) 2008 (545 KB, PDF)
» Zusatzvereinbarung 12 Baukader (72 KB, PDF)
» Zusatzvereinbarung betreffend Lohnempfehlung 2010 (597 KB, PDF)
» Vereinbarung 2010 (392 KB, PDF)
» Vereinbarung 2017 (407 KB, PDF)

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