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Unia Vertrag Firmenarbeitsvertrag DSM Nutritional Products AG, Zweigniederlassung Werk Lalden

Version des GAV

Gesamtarbeitsvertrag: ab 01.01.2018
Allgemeinverbindlicherklärung: (keine Angaben)

Kriterienauswahl (51 von 51)

GAV-Übersicht

Stammdaten

GAV-TypBrancheVerantwortliche/r für den GAVAnzahl unterstellter ArbeitnehmerInnenAnzahl unterstellter Betriebe

Geltungsbereiche

Kurzinfo Geltungsbereichörtlicher Geltungsbereichbetrieblicher Geltungsbereichpersönlicher Geltungsbereichallgemeinverbindlich erklärter örtlicher Geltungsbereichallgemeinverbindlich erklärter betrieblicher Geltungsbereichallgemeinverbindlich erklärter persönlicher Geltungsbereich

Vertragsdauer

automatische Vertragsverlängerung / Verlängerungsklausel 

Auskünfte

Auskünfte / Bezugsadresse / paritätische Kommission 
GAV-Details gemäss Kriterienauswahlnach oben

GAV-Übersicht

Stammdaten

GAV-Typ

Firmenvertrag

Branche

Chemisch-pharmazeutische Industrie

Verantwortliche/r für den GAV

German Eyer

Geltungsbereiche

örtlicher Geltungsbereich

Gilt für die Angestellten der Firma DSM Nutritional Products AG im Kanton Wallis.

Artikel 2

betrieblicher Geltungsbereich

Gilt für die Firma DSM Nutritional Products AG in der Zweigniederlassung Werk Lalden (VS).

Artikel 2

persönlicher Geltungsbereich

Gilt für folgende im Kanton Wallis angestellte Berufsgattungen: Automatiker, Elektriker, EMR-Monteur, Konstruktionsschlosser, Lagerist, Magaziner, Maschinenmechaniker, Polymechaniker, Regelmechaniker, Rohrschlosser, Schichtlaborant, Schlosser, Schweisser, Spengler, Operator, weitere Handwerks- und verwandte Berufe sowie gleichrangige technische Berufe.

Ausgenommen:
Aushilfen

Artikel 2

Vertragsdauer

automatische Vertragsverlängerung / Verlängerungsklausel

Dieser Vertrag gilt fest bis zum 31.12.2019. Wird er nicht spätestens 6 Monate vor Ablauf der Vertragsdauer durch eingeschriebenen Brief gekündigt, so gilt er als um ein weiteres Jahr verlängert.

Artikel 13.2

Auskünfte

Auskünfte / Bezugsadresse / paritätische Kommission

Unia:
German Eyer
german.eyer@unia.ch

Arbeitsbedingungen

Lohn und Lohnbestandteile

Löhne / Mindestlöhne

Grundgehalt entsprechend Stellenbewertungsstufen von C-Level 34 bis 38 von DSM in der Schweiz sowie den entsprechenden 5 Gehaltsbändern.

Artikel 6

Lohnerhöhung

Zur Information:
Das Grundgehalt wird nur einmal innerhalb eines Jahres erhöht - zeitgleich mit der jährlichen Pay for Performance Review (01. April). Ausserdem ist im Fall einer Beförderung eine zusätzliche Gehaltserhöhung möglich.

Artikel 6.2.5

Kinderzulagen

Mitarbeitende, die Kinder- und / oder Ausbildungszulagen von DSM erhalten, haben Anspruch auf eine Familienzulage. Sie wird so lange entrichtet, wie Anspruch auf mindestens eine Kinder- bzw. Ausbildungszulage besteht.
Bei Teilzeit berechnet sie sich anteilig.

Die Familienzulage wird mit dem Monatsgrundgehalt ausbezahlt.

Mitarbeitende haben allfällig einen Anspruch auf eine Kinderzulage (bis zum erreichten 16. Altersjahr). Die Kinderzulage wird mit dem Monatsgrundgehalt ausbezahlt. Es gelten für die Kinderzulagen die gesetzlichen Bestimmungen des Kanton Wallis.

Artikel 6.6 und 6.7

Lohnzuschläge

Überstunden / Überzeit

Jeder Arbeitnehmer ist verpflichtet, die vom Vorgesetzten angeordneten Überstunden im Rahmen der behördlichen Bewilligung zu leisten.

Artikel 5.5

Nachtarbeit / Wochenendarbeit / Abendarbeit

Zeitzuschlag für Nachtarbeit:
Für die Nachtschicht zwischen 22.00 Uhr und 05.00 Uhr (exkl. Pause) wird ein Zeitzuschlag von 10% gewährt.
Der Schichturlaub wird dem Zeitzuschlag angerechnet. Übersteigt der Zeitzuschlag für Nachtarbeit den Schichturlaub, wird die Differenz auf dem Zeitkonto jährlich gutgeschrieben.

Die Höhe der individuellen Schichtzuschläge beträgt:

Nachtarbeit:
ArbeitZeitraumSchichtzuschläge
Montag bis Samstag20:00 - 06:0050%

Wochenendarbeit:
ArbeitZeitraumSchichtzuschläge
Sonntag und Feiertag im 2- oder 3-Schichtbetrieb*00:00 - 24:0075%
Sonntag und Feiertag im ununterbrochenen Betrieb00:00 - 24:00100%
* (siehe unter 'Schichtarbeit / Pikettdienst')

Artikel 6.5 und 6.10

Schichtarbeit / Pikettdienst

Es werden folgende Schichtpauschalen jährlich in 12 Zahlungen ausgerichtet:

2er Schicht ohne Sonntag2er Schicht (Srpinger)4er Schicht
Pauschale (jährlich)CHF 4'220.--CHF 10'660.--CHF 15'460.--

Bei dauerndem Einsatz in einem Schichtmodell werden Zuschläge grundsätzlich als Schichtpauschale ausgerichtet. Bei allen anderen Fällen von einem Einsatz im Schichtbetrieb werden die Zuschläge auf individueller Basis (gemäss Artikel 6.10) ausgerichtet.

Die Höhe der individuellen Schichtzuschläge beträgt:
ArbeitZeitraumSchichtzuschläge
Montag bis Freitag06:00 - 20:003%
Samstag im 2- oder 3-Schichtbetrieb*06:00 - 20:0025%
Samstag im ununterbrochenen Betrieb06:00 - 20:0050%
* Der zwei- oder drei-Schichtbetrieb umschreibt einen regelmässigen Schichtbetrieb, dessen Arbeitseinsätze auch ausserhalb der normalen Tagesarbeitszeit von 06.00 und 20.00 Uhr liegen. Der ununterbrochene Schichtbetrieb versteht sich als durchgehender Schichtbetrieb von Montag bis Sonntag, jeweils zwischen 00.00 und 24.00.

Arbeitsfreie Tage:
Für die Schichtarbeiter gehen die arbeitsfreien Tage aus den geltenden Schichtplänen hervor. Die 12 Kompensationstage (4-Schicht) pro Jahr für Schichtmitarbeiter sind in Einzeltagen oder in maximal zwei zusammenhängenden Tagen zu beziehen.

Schichturlaub:
Der Schichturlaub für regelmässige Schichtarbeit beträgt:
SchichtmodellTage Urlaub
für ein voll in ununterbrochenem Betrieb im 4-Schicht-Modell gearbeitetes Jahr5 Tage
für ein voll in regelmässiger Zweierschicht mit Sonntag gearbeitetes Jahr3 Tage
Pro Schichturlaubstag werden 8 Stunden gutgeschrieben.

Artikel 5.4, 6.3, 6.4 und 6.10

Spesenentschädigung

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Arbeitszeit und freie Tage

Arbeitszeit

Die ordentliche wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40 Stunden.
Basierend darauf ergeben sich unter Berücksichtigung der Feiertage und arbeitsfreien Tage gemäss Artikel 8.3 (Feiertage) durchschnittlich 1'982 Stunden Jahresarbeitszeit.

Betriebszeit:
Die Betriebszeit in der Tagesarbeit ist die Zeit zwischen 06.00 Uhr und 20.00 Uhr, in der die einzelnen Organisationseinheiten ihre Ansprechs- und Funktionszeiten definieren. Für angeordnete Arbeit ausserhalb der Betriebszeiten sowie am Samstag und ausserhalb bestehender Schichtmodelle werden Zuschläge gemäss Art. 6.10 (Individuelle Schichtzuschläge für Nach-, Samstags-, Sonn- und Freitagsarbeit) gewährt.

Arbeitsfreie Tage:
Arbeitsfreie Tage in der Tagesarbeit sind der Sonntag und die Feiertage. Sofern im Rahmen der betrieblichen Ansprechs- und Funktionszeiten die Mitarbeitenden am Samstag arbeiten, wird das Prinzip der 5-Tage-Woche gewährleistet, indem ihnen innert eines Zeitraumes eines Monates 1 ganzer freier Ersatztag an einem anderen Werktag gewährt wird.

Artikel 5.1, 5.2, 5.4 und 8.3

Ferien

Der Ferienlohn ist im Jahreseinkommen enthalten.

Bemessung Ferienanspruch:
Der Ferienanspruch für ein volles Kalenderjahr eines Tages- und Schichtarbeiters bei einem Arbeitspensum von 100% beträgt:

AlterArbeitstage / Arbeitsstunden
bis Ende Kalenderjahr, in welchem das 20. Altersjahr vollendet wird27 Tage resp. 216.0 Stunden
bis Ende Kalenderjahr, in welchem das 45. Altersjahr vollendet wird25 Tage resp. 200.0 Stunden
bis Ende Kalenderjahr, in welchem das 46. Altersjahr vollendet wird26 Tage resp. 208.0 Stunden
bis Ende Kalenderjahr, in welchem das 47. Altersjahr vollendet wird27 Tage resp. 216.0 Stunden
bis Ende Kalenderjahr, in welchem das 48. Altersjahr vollendet wird28 Tage resp. 224.0 Stunden
bis Ende Kalenderjahr, in welchem das 49. Altersjahr vollendet wird29 Tage resp. 232.0 Stunden
bis Ende Kalenderjahr, in welchem das 50. Altersjahr vollendet wird30 Tage resp. 240.0 Stunden
bis Ende Kalenderjahr, in welchem das 60. Altersjahr vollendet wird35 Tage resp. 280.0 Stunden

- Für Teilzeitmitarbeitende bemisst sich der Ferienanspruch in Stunden anteilig gemäss Beschäftigungsgrad.
- Wird das Arbeitsverhältnis im Laufe des Jahres begonnen oder aufgelöst, bemisst sich der Ferienanspruch nach dem Verhältnis der Dienstzeit zum vollen Kalenderjahr.
- Die Ferien dürfen nicht zu Erwerbszwecken verwendet werden. Bei Nichteinhaltung dieser Bestimmung entfällt der Gehaltsanspruch während den Ferien.

Berechnung der Altersjahre:
Das Lebensalter ist massgebend, das im Verlaufe des betreffenden Kalenderjahres erfüllt wird.

Artikel 8.2.2 und 8.2.3

bezahlte arbeitsfreie Tage (Absenzen)

In folgenden fällen erfolgt für die ausfallende Arbeitszeit folgende Zeitgutschrift:

BeschreibungZeitgutschrift
Wohnungswechsel1 Tag (Keine Zeitgutschrift, falls ein Absenztag auf einen ohnehin arbeitsfreien Tag oder in die Ferien fällt)
Wohnungswechsel Eltern, wenn im gleichen Haushalt lebend1 Tag
Dienstjubiläum, zusätzlich zum Jubiläumsurlaub bei 25 und 40 Dienstjahren1 Tag
Eigene Eheschliessung / eigene Eintragung der Partnerschaft2 Tage
Teilnahme an der Hochzeit von eigenen Kindern und Eltern1 Tag (Keine Zeitgutschrift, falls ein Absenztag auf einen ohnehin arbeitsfreien Tag oder in die Ferien fällt)
Todesfälle von Ehe oder Lebenspartner sowie Eltern und Kindern3 Tage
Beerdigung von anderen Familienangehörigen (Geschwister, Grosseltern, Grosskinder, Schwiegereltern, Schwager/Schwägerin, Schwiegersohn/tochter)1 Tag (Keine Zeitgutschrift, falls ein Absenztag auf einen ohnehin arbeitsfreien Tag oder in die Ferien fällt)
Beerdigung von Arbeitskollegen oder Kolleginnen aus dem Betrieb, wenn vom Arbeitgeber angeordnet1 Tag
Militärische Aushebung, militärische Inspektioneffektive Zeit
Entlassung aus der Wehrpflicht1 Tag

Artikel 8.4

bezahlte Feiertage

Die freien Tage und verkürzten Arbeitszeiten werden alljährlich für das Folgejahr mittels Aushang und im Intranet bekannt gegeben.

Schichtmitarbeiter:
Schichtmitarbeitern wird als Entschädigung der individuelle Lohn von 8 Stunden ausbezahlt, sofern der Feiertag nicht auf einen Sonntag fällt.

Tagesarbeiter:
Für Tagesarbeiter ist die Entschädigung im Jahreseinkommen enthalten. Schichtmitarbeiter können an einem Feiertag Ferien, Schichturlaub, einen Kompensationstag oder unbezahlten Urlaub beziehen, wenn der Ferientag laut Schichtplan auf einen Arbeitstag fällt.

Artikel 8.3

Lohnausfallentschädigungen

Krankheit / Unfall

Lohnzahlungen bei Krankheit / Unfall:
Bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit (im Sinne von Art. 324a OR) infolge Krankheit oder Unfall, von der SUVA nicht versicherte Unfälle ausgenommen, gewährt DSM während 720 Tagen innerhalb von 900 Tagen vollen Lohnersatz.

Fortzahlung Schichtpauschale bei Arbeitsunfähigkeit in Folge Krankheit oder Unfall:
Die Fortzahlung der Schichtpauschale reduziert sich bei Arbeitsunfähigkeit in Folge Krankheit oder Unfall stufenweise pro Kalendermonat wie folgt:

KalendermonatFortzahlung Schichtpauschale in Prozent
Im laufenden Kalendermonat100%
Im 2. Kalendermonat100%
Im 3. Kalendermonat75%
Im 4. Kalendermonat50%
Im 5. Kalendermonat25%
Ab 6. Kalendermonat0%

Unfall, UVG:
Die Prämien für die Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung werden von der Firma getragen. Im Übrigen gelten für die Unfallversicherungen die gesetzlichen Bestimmungen.

Artikel 6.3.2, 6.12 und 11.5

Mutterschafts- / Vaterschafts- / Elternurlaub

Mutterschaftsurlaub:
Der bezahlte Geburts- und Mutterschaftsurlaub dauert maximal 18 Wochen.
Der Schwangerschafts-/Mutterschaftsurlaub beginnt frühestens 4 Wochen vor dem Datum der Niederkunft und dauert 18 Wochen.

Schwangere Mitarbeiterinnen dürfen nur mit ihrem Einverständnis über die ordentliche Dauer der täglichen Arbeitszeit hinaus beschäftigt werden.
Absenzen infolge Schwangerschaftsbeschwerden sind der Krankheit gleich gestellt. Bei Krankheit während der Schwangerschaft besteht ein Anspruch auf Gehaltsfortzahlung jedoch längstens bis zum Beginn der Ausrichtung der Mutterschaftsentschädigung.

Vaterschaftsurlaub:
Arbeitnehmer haben bei der Geburt eigener Kinder Anspruch auf bezahlten Vaterschaftsurlaub von total 6 Arbeitstagen.
Dabei ist 1 Tag bei Niederkunft, und die übrigen 5 Tage sind grundsätzlich zusammenhängend innerhalb eines Zeitraums von 60 Tagen nach der Geburt zu beziehen.
In Absprache mit dem Vorgesetzten kann der Arbeitnehmer innerhalb von 60 Tagen zusätzlich unbezahlten Vaterschaftsurlaub von 10 Urlaubstagen beziehen.

Artikel 6.8 und 6.9

Militär- / Zivil- / Zivilschutzdienst

Militär- und Zivilschutzpflichtige haben während obligatorischer Dienste auf folgende Lohnersatzleistungen Anspruch:
ZeitraumKriteriumausgezahltes Gehalt
Während der RekrutenschuleLedige Mitarbeitende80%
Während der RekrutenschuleVerheiratete Mitarbeitende100%
Während Wiederholungs- bzw. Ergänzungskursen und anderen obligatorischen Dienstleistungen (Umschulungskurse, Schiesskurse, WK-Rekognoszierungen, Schiedsrichterdienste, Jugend- und Sportkurse usw.) sowie während Beförderungsdienstenalle Mitarbeitenden100%

Arbeitsende bzw. Arbeitsaufnahme bei Militär- und Zivilschutzdienst für Schichtmitarbeiter:

Arbeitsende vor dem Einrücken:
Falls der Einrückungstag ein Montag ist, ist die letzte noch zu arbeitende Schicht der Sonntags-Tag-Zwölfer
(05.00-17.00 Uhr).

Arbeitsaufnahme nach Entlassung:
Falls der Entlassungstag (vor Arbeitsaufnahme) ein Samstag ist, ist die erste zu arbeitende Schicht der Sonntags-Tag-Zwölfer
(05.00-17.00 Uhr).

Falls der Entlassungstag (vor Arbeitsaufnahme) ein anderer Wochentag ist (also kein Samstag), ist die erste zu arbeitende Schicht die Morgenschicht des folgenden Tages.

Artikel 6.11.1 und 6.11.3

Pensionsregelungen / Frühpensionierung

Das Arbeitsverhältnis erlischt auf das Datum der alters- oder invaliditätsbedingten Pensionierung sowie im Todesfall des Arbeitnehmenden.

DMS-Pensionskasse:
Rechte und Pflichten der Mitarbeitenden gegenüber der DSM-Pensionskasse (PK) ergeben sich aus den entsprechenden Reglementen.

Artikel 10.3 und 11.6

Beiträge

Paritätische Fonds / Vollzugsbeiträge / Weiterbildungsbeiträge

Zur Vertiefung der Beziehungen zwischen den Vertragspartnern dient der Solidaritätsfonds, der durch Beiträge aller diesem Firmenarbeitsvertrag unterstellten Arbeitnehmer geäufnet wird. Die Einzelheiten dieses paritätischen Solidaritätsfonds werden in einem separaten Reglement festgelegt.

Artikel 12.3.3

Arbeits- / Diskriminierungsschutz

Anti-Diskriminierungsbestimmungen

Grundsatz der Gleichbehandlung
Die Vertragsparteien achten darauf, dass in sämtlichen Betrieben das arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgebot respektiert und eingehalten wird.

Eine Benachteiligung von einzelnen Arbeitnehmenden oder von einzelnen Gruppen von Arbeitnehmenden im Betrieb, d.h. deren unterschiedliche Behandlung ohne sachlichen Grund, stellt als Persönlichkeitsverletzung einen Verstoss gegen das Diskriminierungsverbot dar. Dies ist dann der Fall, wenn jemand direkt oder indirekt wegen des Geschlechts, Behinderungen, der Herkunft, der Religionszugehörigkeit, der Nationalität, der politischen Einstellung oder sexuellen Ausrichtung benachteiligt wird und solche persönliche Eigenschaften im konkreten Fall keinerlei Einfluss auf die betrieblichen Gegebenheiten haben.

Gleichstellung von ausländischen Arbeitnehmenden
Die Firma fördert die Gleichstellung und Integration von ausländischen Arbeitnehmenden im ganzen Betrieb und auf allen Ebenen, namentlich bei der Entlöhnung, Aus- und Weiterbildung und Beförderung.

Artikel 3

Gleichstellung allg. / Lohngleichheit / Vereinbarkeit Beruf und Familie / Sexuelle Belästigung

Arbeitnehmende werden auf Grund ihres Geschlechts weder direkt noch indirekt benachteiligt, namentlich nicht unter Berufung auf den Zivilstand, auf die familiäre Situation oder, bei Arbeitnehmerinnen, auf eine Schwangerschaft. Dies gilt insbesondere für die Anstellung, Aufgabenzuteilung, Gestaltung der Arbeitsbedingungen, Entlöhnung, Aus- und Weiterbildung, Beförderung und Entlassung.

Die Firma achtet besonders auf die Bedürfnisse von Arbeitnehmenden mit Familienpflichten.

Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit: Frau und Mann haben einen verfassungsmässig garantierten Anspruch auf gleichen Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit. Dieser Grundsatz wird in DSM Lalden durch eine gleichstellungsgerechte, nachvollziehbare Lohnpolitik verwirklicht.

Artikel 3.1

Kündigung

Kündigungsfrist

Die Kündigungsfristen werden wie folgt festgesetzt:
ZeipunktKündigungsfrist
Während der Probezeit (max. 3 Monate)14 Kalendertage
Im ersten Dienstjahr1 Monat auf Monatsende
Ab dem zweiten Dienstjahr bis zum 45. Geburtstag3 Monate auf Monatsende
Ab dem 45. Geburtstag6 Monate auf Monatsende
Ab dem 55. Geburtstag12 Monate (nach Vereinbarung)

Artikel 10.4

Sozialpartnerschaft

Vertragspartner

Arbeitnehmervertretung

Gewerkschaft Unia
Syna - die Gewerkschaft

Arbeitgebervertretung

DSM Nutritional Products AG, Zweigniederlassung Werk Lalden

paritätische Organe

Vollzugsorgane

Betriebskommission:
Die Betriebskommission ist die legitimierte Vertretung aller diesem Firmenarbeitsvertrag unterstellten Arbeitnehmern gegenüber der Firma. Sie hilft, das gegenseitige Vertrauen sowie das gute Einvernehmen zwischen der DSM und der Mitarbeiterschaft zu erhalten und zu fördern. Sie überwacht die Einhaltung der arbeitsvertraglichen Bestimmungen des Firmenarbeitsvertrages innerhalb der DSM. Sie wirkt in allen Bereichen, in welchen die Mitbestimmungen gesetzlich, kollektiv-arbeitsvertraglich oder firmaintern geregelt sind. Die Zusammenarbeit zwischen der Betriebskommission und der DSM beruht auf der Bereitschaft zur gegenseitigen Information und erfolgt nach dem Grundsatz von Treu und Glauben. Die Einzelheiten wie Bestellung, Organisation, Aufgaben und Pflichten sind in einem Reglement über die Betriebskommission festgelegt.

Verfahren bei Meinungsverschiedenheiten:
Meinungsverschiedenheiten und Differenzen über die Anwendung des Firmenarbeitsvertrages werden direkt zwischen der Direktion und der Betriebskommission geregelt. Kommt es zu keiner Einigung, so werden die Vertragsgewerkschaften in die Verhandlungen eingeschaltet. Meinungsverschiedenheiten und Differenzen über die Auslegung des Firmenarbeitsvertrages werden zwischen der Direktion und den Vertragsgewerkschaften, unter Beizug der Betriebskommission, geregelt.

Schiedsgericht:
Können sich die Parteien nicht einigen, so wird ein Schiedsgericht angerufen. Dieses Schiedsgericht ist paritätisch aus zwei Vertretern der DSM und je einem Vertreter der Vertragsgewerkschaften zusammengesetzt. Das Schiedsgericht einigt sich auf einen aussenstehenden Vorsitzenden. Können sich die Parteien nicht auf einen Präsidenten einigen, so wird der Präsident des Kantonalen Schiedsgerichtes zum Vorsitzenden berufen. Der Sitz des Schiedsgerichtes ist in Visp. Die Verfahrenskosten werden ohne Rücksicht auf den Ausgang des Verfahrens von den beidseitigen Parteien je zur Hälfte getragen.

Artikel 12.1 und 12.2

Mitwirkung

Freistellung für Verbandstätigkeit

Unbezahlter Urlaub für gewerkschaftliche Funktionen und Schulungskurse:
Gesuche für die Freistellung von Einzeltagen im Rahmen von Zentral-, Branchen-, Vorstands- und Regionalvorstands-Sitzungen sowie für den Besuch ein- oder mehrtätiger gewerkschaftlicher Schulungskurse sind vorgängig mittels euHReka (HR "self service" System) zu beantragen.

Beurlaubung für Mitglieder von Verhandlungsdelegationen:
Die DSM-Vertreter in den Verhandlungsdelegationen werden für die Vorbereitung der Sitzung im Umfang von einem halben Tag und für die eigentliche Verhandlungssitzung von ihrer Arbeit freigestellt, sofern es die betrieblichen Gegebenheiten erlauben. Ihnen wird hierfür bezahlter Urlaub gewährt.

Artikel 12.4.2 und 12.4.3

Mitwirkungsbestimmungen (Betriebskommissionen, Jugendkommissionen, usw.)

Information der Gewerkschaften:
Die an diesem Firmenarbeitsvertrag beteiligten Gewerkschaften können Einladungen zu Sitzungen und Versammlungen an ihre Mitglieder im Werk an hierfür bezeichneter Stelle anschlagen.

Artikel 12.4

Schutzbestimmungen von Gewerkschaftsdelegierten und von Mitgliedern der Personal- / Betriebskommissionen

Die Koalitionsfreiheit wird von den Vertragspartnern anerkannt. Es dürfen einem Arbeitnehmer aus der Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu Arbeitnehmerverbänden keine Nachteile erwachsen.

Artikel 12.3

Soz. Massnahmen / Sozialpläne / Massenentlassungen / Erhaltung v. Arbeitsplätzen

Kündigung aus wirtschaftlichen Gründen:
Bei einem beabsichtigten Abbau einer grösseren Zahl von Arbeitsplätzen hat die Firma
- die Arbeitnehmervertretung rechtzeitig zu konsultieren
- der Arbeitnehmervertretung alle zweckdienlichen Auskünfte, namentlich über die Gründe der Entlassungen, die Anzahl Betroffener sowie den Zeitraum, in dem die Kündigungen ausgesprochen werden sollen, zu erteilen
- der Arbeitnehmervertretung die Möglichkeit zu geben, Vorschläge zu unterbreiten, wie die Kündigung vermieden oder deren Zahl beschränkt sowie ihre Folgen gemildert werden können.
Die Details sind firmenintern zu regeln.

Massenentlassungen im Sinne des Obligationenrechts:
Bei Massenentlassungen sind Arbeitnehmende ab Alter 55 Jahre über eine seitens der Firma beabsichtigte Kündigung mindestens vier Monate im Voraus, jüngere Arbeitnehmende mindestens zwei Monate im Voraus schriftlich zu informieren.

Artikel 10.8

Konfliktregelungen

Schlichtungsverfahren

Verfahren bei Meinungsverschiedenheiten:
Meinungsverschiedenheiten und Differenzen über die Anwendung des Firmenarbeitsvertrages werden direkt zwischen der Direktion und der Betriebskommission geregelt. Kommt es zu keiner Einigung, so werden die Vertragsgewerkschaften in die Verhandlungen eingeschaltet. Meinungsverschiedenheiten und Differenzen über die Auslegung des Firmenarbeitsvertrages werden zwischen der Direktion und den Vertragsgewerkschaften, unter Beizug der Betriebskommission, geregelt.

Schiedsgericht:
Können sich die Parteien nicht einigen, so wird ein Schiedsgericht angerufen. Dieses Schiedsgericht ist paritätisch aus zwei Vertretern der DSM und je einem Vertreter der Vertragsgewerkschaften zusammengesetzt. Das Schiedsgericht einigt sich auf einen aussenstehenden Vorsitzenden. Können sich die Parteien nicht auf einen Präsidenten einigen, so wird der Präsident des Kantonalen Schiedsgerichtes zum Vorsitzenden berufen. Der Sitz des Schiedsgerichtes ist in Visp. Die Verfahrenskosten werden ohne Rücksicht auf den Ausgang des Verfahrens von den beidseitigen Parteien je zur Hälfte getragen.

Artikel 12.2

Friedenspflicht

Die Vertragspartner und Arbeitnehmer unterstellen sich der absoluten Friedenspflicht. Kampfmassnahmen wie Streik, Sperre oder Aussperrung sind für die Dauer dieses Vertrags ausgeschlossen.

Artikel 4.2

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