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Unia Vertrag GAV Personalverleih

Version des GAV

Gesamtarbeitsvertrag: 01.01.2012 - 31.07.2013
Allgemeinverbindlicherklärung: 01.01.2012 - 31.07.2013
Gilt für die ganze Schweiz.

*Artikel 1*

Kriterienauswahl (51 von 51)

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GAV-Übersicht

Stammdaten

GAV-Typ

Gesamtschweizerisch

Verantwortliche/r für den GAV

Vania Alleva / André Kaufmann

Anzahl unterstellter ArbeitnehmerInnen

270'000 (2011)

Geltungsbereiche

örtlicher Geltungsbereich

Gilt für die ganze Schweiz.

Artikel 1

betrieblicher Geltungsbereich

Gilt für sämtliche Betriebe, die Inhaber einer eidgenössischen oder kantonalen Arbeitsverleihbewilligung nach AVG sind und gemäss Art. 66 UVG (SR 832.20) in der Klasse 70C SUVA-versichert sind.

Es steht Betrieben ausserhalb des betrieblichen Geltungsbereiches frei, sich dem GAV Personalverleih zu unterstellen.

Betriebe mit anderen GAV:
Gilt auch dort, wo für einen Einsatzbetrieb ein anderer Gesamtarbeitsvertrag gilt. Der GAV Personalverleih übernimmt dabei unter Ausschluss einer Anwendung der Bestimmungen des GAV Personalverleihs die rechtskräftigen, gesamtarbeitsvertraglich geregelten Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen gemäss Art. 20 AVG (SR 823.11) und Art. 48a AVV (SR 823.111) von im Einsatzbetrieb geltenden GAV,
- die allgemein verbindlich erklärt sind, oder
- die als nicht allgemeinverbindlich erklärte Regelungen sozialpartnerschaftliche Verträge gemäss Listen Anhang 1 darstellen,
- sowie allfällige Bestimmungen über den flexiblen Altersrücktritt gemäss Art. 20 AVG.

Nicht übernommen werden die Bestimmungen bezüglich Krankentaggeldversicherung, berufliche Vorsorge, Beiträge für Vollzug und Weiterbildung, sofern die im vorliegenden GAV Personalverleih vorgesehenen Lösungen mindestens gleichwertig mit den Bestimmungen der für die Branchen gültigen ave GAV sind.

In Einsatzbetrieben mit nicht allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträgen, die nicht im Anhang 1 des vorliegenden GAV aufgelistet sind, gelten vollumfänglich die Bestimmungen des GAV Personalverleih. Von dieser Geltung sind in Betrieben der chemisch-pharmazeutischen Industrie, der Maschinenindustrie, der graphischen Industrie, der Uhrenindustrie, der Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie in Betrieben des öffentlichen Verkehrs die Bestimmungen über die Mindestlöhne gemäss Art. 20 GAV Personalverleih ausgenommen.

Artikel 2 und 3

persönlicher Geltungsbereich

Gilt für alle Arbeitnehmenden, die in Betrieben gemäss Artikel 2 als entliehene Arbeitnehmende beschäftigt sind.

Ausnahmen: Arbeitnehmende mit Löhnen über dem maximal versicherten Verdienst nach Suva.

Artikel 4

allgemeinverbindlich erklärter örtlicher Geltungsbereich

Die Allgemeinverbindlicherklärung gilt für die ganze Schweiz.

Artikel 2: Allgemeinverbindlicherklärung

allgemeinverbindlich erklärter betrieblicher Geltungsbereich

Die Allgemeinverbindlicherklärung gilt für alle Betriebe, die
a. Inhaber einer eidgenössischen oder kantonalen Arbeitsverleihbewilligung nach Arbeitsvermittlungsgesetz sind und
b. gemäss Artikel 66 des Unfallversicherungsgesetzes in der Klasse 70C SUVA-versichert sind und
c. bezüglich der verliehenen Arbeitnehmenden pro Kalenderjahr eine Lohnsumme von mindestens 1 200 000.— Franken aufweisen.

Betriebe, die gegenüber der Schweizerischen Paritätischen Berufskommission Arbeitsverleih (SPKA) glaubhaft machen können, dass sie die Lohnsumme von 1 200 000.— Franken konjunkturell bedingt lediglich vorübergehend überschreiten, werden von der SPKA vom Geltungsbereich der Allgemeinverbindlicherklärung ausgenommen.

Artikel 2: Allgemeinverbindlicherklärung

allgemeinverbindlich erklärter persönlicher Geltungsbereich

Die Allgemeinverbindlicherklärung gilt für alle Arbeitnehmende, die von Betrieben gemäss Ziffer 1 verliehen werden. Ausgenommen sind Arbeitnehmende mit Löhnen über dem maximal versicherten Verdienst nach SUVA. Ausgenommen sind weiter Arbeitnehmende, die bei Engpässen (z.B. Ferienabwesenheiten und Arbeitsverhinderungen der Betriebsleiter oder Arbeitsspitzen) in landwirtschaftliche Betriebe verliehen werden.

Artikel 2: Allgemeinverbindlicherklärung

Vertragsdauer

automatische Vertragsverlängerung / Verlängerungsklausel

Wird der Vertrag nicht 6 Monate vor Vertragsende von einer Vertragspartei gekündigt, verlängert er sich jeweils um 1 Jahr.

Artikel 43

Auskünfte

Auskünfte / Bezugsadresse / paritätische Kommission

Schweizerische Paritätische Berufskommission Arbeitsverleih (SPKA)
c/o Gewerkschaft Unia
Zentralsekretariat
Weltpoststrasse 20
3000 Bern 15
031 350 22 16

www.tempservice.ch

Arbeitsbedingungen

Lohn und Lohnbestandteile

Löhne / Mindestlöhne

GebietGelernt/UngelerntJahreslohnMonatslohnStundenlohn (Basislohn)
NormallohnUngelernteCHF 39'000.--CHF 3'000.--CHF 16.46
GelernteCHF 52'000.--CHF 4'000.--CHF 21.95
HochlohnUngelernteCHF 41'600.--CHF 3'200.--CHF 17.56
GelernteCHF 55'900.--CHF 4'300.--CHF 23.59
Hochlohngebiet: Agglomeration Bern, BS, BL, ZH, GE, arc lémanique.
Basis für die Jahresstundenberechnung: 52,07 Wochen à 42 Stunden= 2187 Stunden.
Grundlage für die Berechnung: Ort des Einsatzbetriebes

Grenzgebiet TI und Westjura:
Im ersten Vertragsjahr kann der Mindestlohn von CHF 39'000.-- für Ungelernte um 10%, im zweiten Vertragsjahr um 5% unterschritten werden. Nach dem zweiten Vertragsjahr läuft diese Übergangsregelung aus. Die paritätische Kommission definiert die Grenzgebiete.
Für LehrabgängerInnen im ersten Beschäftigungsjahr nach der Lehre kann der Mindestlohn (für Gelernte) um 10% reduziert werden.

Auf Antrag kann die Schweizerische Paritätische Berufskommission Arbeitsverleih (SPKA) mit Zustimmung der zuständigen paritätischen Vollzugskommission der entsprechenden Branche bei Arbeitnehmenden unter 17 Jahren, Schülern, Praktikanten und Personen, die maximal 2 Monate im Kalenderjahr beschäftigt werden, sowie bei Personen mit eingeschränkter körperlicher oder geistiger Leistungsfähigkeit von den erfassten Tarifen Abweichungen um bis zu 15% bewilligen.

Achtung:
Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen gemäss Art. 20 AVG (SR 823.11) und Art. 48a AVV (SR 823.111) der allgemeinverbindlich erklärten und der im Anhang 1 aufgeführten GAV haben Vorrang.

Artikel 20, 21 und 22

Lohnerhöhung

Zur Information:
Die Parteien verhandeln jährlich über eine allfällige Anpassung der Mindestlöhne.

Achtung:
Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen gemäss Art. 20 AVG (SR 823.11) und Art. 48a AVV (SR 823.111) der allgemeinverbindlich erklärten und der im Anhang 1 aufgeführten GAV haben Vorrang.

Artikel 20.6

Jahresendzulage / 13. Monatslohn / Gratifikation / Dienstaltersgeschenke

Es besteht ein Anspruch auf einen 13. Monatslohn.

Achtung:
Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen gemäss Art. 20 AVG (SR 823.11) und Art. 48a AVV (SR 823.111) der allgemeinverbindlich erklärten und der im Anhang 1 aufgeführten GAV haben Vorrang.

Artikel 18.2

Kinderzulagen

Achtung:
Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen gemäss Art. 20 AVG (SR 823.11) und Art. 48a AVV (SR 823.111) der allgemeinverbindlich erklärten und der im Anhang 1 aufgeführten GAV haben Vorrang.

Lohnzuschläge

Überstunden / Überzeit

- 43. – 45. Wochenarbeitsstunde: zuschlagsfreie, 1:1 zu kompensierende Überstunden
- 10. – 12. Tagesarbeitsstunde und 46.-50. Wochenarbeitstunde: Überzeit; an Wochentagen 25% Lohnzuschlag, an Sonntagen 50% Lohnzuschlag

Zuschläge für Überzeit-, Nacht- und Sonntagsarbeit werden nicht kumuliert. Es gilt jeweils der höhere Ansatz.
Vorbehalten: betriebliche und gesamtarbeitsvertragliche Regelungen in Betrieben mit Schichtarbeit und institutionalisierter Sonntagsarbeit

Achtung:
Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen gemäss Art. 20 AVG (SR 823.11) und Art. 48a AVV (SR 823.111) der allgemeinverbindlich erklärten und der im Anhang 1 aufgeführten GAV haben Vorrang.

Artikel 12 und 24

Nachtarbeit / Wochenendarbeit / Abendarbeit

Vorübergehende Nachtarbeit (23.00-06.00): Lohnzuschlag 25%
Vorübergehende Nachtschichten (23.00-06.00, 22.00-05.00 oder 00.00-07.00): Lohnzuschlag von 25%

Zuschläge für Überzeit-, Nacht- und Sonntagsarbeit werden nicht kumuliert. Es gilt jeweils der höhere Ansatz.
Vorbehalten: betriebliche und gesamtarbeitsvertragliche Regelungen in Betrieben mit Schichtarbeit und institutionalisierter Sonntagsarbeit

Achtung:
Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen gemäss Art. 20 AVG (SR 823.11) und Art. 48a AVV (SR 823.111) der allgemeinverbindlich erklärten und der im Anhang 1 aufgeführten GAV haben Vorrang.

Artikel 24 und 25

Schichtarbeit / Pikettdienst

Vorübergehende Nachtschichten (23.00-06.00, 22.00-05.00 oder 00.00-07.00): Lohnzuschlag von 25%

Achtung:
Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen gemäss Art. 20 AVG (SR 823.11) und Art. 48a AVV (SR 823.111) der allgemeinverbindlich erklärten und der im Anhang 1 aufgeführten GAV haben Vorrang.

Artikel 25

Spesenentschädigung

Auswärtige Verpflegung:
Sieht ein Branchenvertrag, dessen Lohnvorschriften integrierender Bestandteil dieses Vertrages sind, eine Entschädigung für auswärtige Verpflegung vor, ist diese auch verliehenen Arbeitnehmenden auszurichten.

Achtung:
Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen gemäss Art. 20 AVG (SR 823.11) und Art. 48a AVV (SR 823.111) der allgemeinverbindlich erklärten und der im Anhang 1 aufgeführten GAV haben Vorrang.

Artikel 27

weitere Zuschläge

Achtung:
Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen gemäss Art. 20 AVG (SR 823.11) und Art. 48a AVV (SR 823.111) der allgemeinverbindlich erklärten und der im Anhang 1 aufgeführten GAV haben Vorrang.

Arbeitszeit und freie Tage

Arbeitszeit

42 Stunden pro Woche

Achtung:
Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen gemäss Art. 20 AVG (SR 823.11) und Art. 48a AVV (SR 823.111) der allgemeinverbindlich erklärten und der im Anhang 1 aufgeführten GAV haben Vorrang.

Artikel 12

Ferien

AlterskategorieFerientageEntschädigung
Bis zum zurückgelegten 20. Altersjahr25 Arbeitstage10.6%
Ab dem vollendeten 20. Altersjahr20 Arbeitstage8.33%
Ab dem vollendeten 50. Altersjahr25 Arbeitstage10.6%

Die Auszahlung des Ferienlohns darf für maximal dreimonatige, einmalige Arbeitsverhältnisse direkt mit dem Lohn erfolgen, muss aber auf der Lohnabrechnung separat ausgewiesen werden. Die Auszahlung des Ferienlohns für alle übrigen Arbeitsverhältnisse darf nur bei Bezug der Ferien oder bei definitiver Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgen, sofern der Bezug innerhalb der Kündigungsfrist nicht möglich oder gesetzlich nicht erlaubt ist. Das laufende Ferienguthaben ist auf den Lohnabrechnungen auszuweisen.

Achtung:
Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen gemäss Art. 20 AVG (SR 823.11) und Art. 48a AVV (SR 823.111) der allgemeinverbindlich erklärten und der im Anhang 1 aufgeführten GAV haben Vorrang.

Artikel 13

bezahlte arbeitsfreie Tage (Absenzen)

AnlassBezahlte Tage*
Heirat des Arbeitnehmenden3 Tage
Todesfall in der in der Gemeinschaft lebenden Familie oder des/der Lebenspartners/in3 Tage
Todesfall von Geschwistern, Eltern, Gross- und Schwiegereltern1 Tag
Geburt oder Heirat eines Kindes1 Tag
Umzug des eigenen Haushalts

1 Tag

Militärische Inspektion0.5 Tag
Pflege eines kranken Kindes pro Krankheitsfallbis zu 3 Tage
Erfüllung gesetzlicher Pflichtennötige Stunden

*Der Anspruch besteht nach der Probezeit.

Achtung:
Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen gemäss Art. 20 AVG (SR 823.11) und Art. 48a AVV (SR 823.111) der allgemeinverbindlich erklärten und der im Anhang 1 aufgeführten GAV haben Vorrang.

Artikel 15

bezahlte Feiertage

- Nach Ablauf von 13 Wochen Anspruch auf die Entschädigung für den Lohnausfall für alle einem Sonntag gleichgestellten offiziellen Feiertage, die auf einen Werktag fallen. (Ausnahme: Anspruch auf Lohnausfall für den 1. August, sofern er auf einen Werktag fällt, besteht ab dem 1. Arbeitstag)
- Möglichkeit einer pauschalen Bezahlung von 3.2% auf den AHV-Lohn.

Achtung:
Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen gemäss Art. 20 AVG (SR 823.11) und Art. 48a AVV (SR 823.111) der allgemeinverbindlich erklärten und der im Anhang 1 aufgeführten GAV haben Vorrang.

Artikel 14

Bildungsurlaub

Die Vertragsparteien unterstützen und fördern die Weiterbildung zur beruflichen Entwicklung und zur Verbesserung der arbeitsmarktlichen Positionierung der verliehenen Arbeitnehmenden.

Achtung:
Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen gemäss Art. 20 AVG (SR 823.11) und Art. 48a AVV (SR 823.111) der allgemeinverbindlich erklärten und der im Anhang 1 aufgeführten GAV haben Vorrang.

Artikel 7.2

Lohnausfallentschädigungen

Krankheit / Unfall

Krankheit:
- Obligatorische Krankentaggeldversicherung
- max. 2 Karenztage
- Prämien: Arbeitnehmende bezahlen max. 50% der Prämien (max. 3% im ersten Vertragsjahr, danach max. 2.5%)
- Leistungen: min. 80% des durchschnittlichen Lohnes, sofern Arbeitsverhinderung min. 25% beträgt

Für Arbeitnehmende, die
- in Einsatzbetrieben tätig sind, wo ein ave GAV gültig ist: 720 Tage innerhalb von 900 Tagen
- gemäss diesem GAV Personalverleih BVG-pflichtig sind: 720 Tage innerhalb von 900 Tagen
- weder in einem Einsatzbetrieb mit ave GAV tätig noch gemäss diesem GAV Personalverleih BVG-pflichtig sind: 60 Tage innerhalb von 360 Tagen

Nicht übernommen werden die Bestimmungen bezüglich Krankentaggeldversicherung, berufliche Vorsorge und Beiträge für Vollzug und Weiterbildung, sofern die im vorliegenden GAV Personalverleih vorgesehenen Lösungen mindestens gleichwertig mit den Bestimmungen der für die Branchen gültigen ave GAV sind.

Unfall:
- Obligatorische Unfallversicherung
- Nichtbetriebsunfälle gemäss Bestimmungen der Suva gedeckt

Achtung:
Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen gemäss Art. 20 AVG (SR 823.11) und Art. 48a AVV (SR 823.111) der allgemeinverbindlich erklärten und der im Anhang 1 aufgeführten GAV haben Vorrang.

Artikel 3.2, 28, 29 und 30

Mutterschafts- / Vaterschafts- / Elternurlaub

Mutterschaftsurlaub:
Gemäss Erwerbsersatzgesetz; max. 14 Wochen (in Genf 16 Wochen) à 80% des durschnittlichen Erwebseinkommens; Auszahlung in Form eines Taggeldes (max. 98, in Genf 112 Taggelder)

Vaterschaftsurlaub: 1 Tag

Achtung:
Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen gemäss Art. 20 AVG (SR 823.11) und Art. 48a AVV (SR 823.111) der allgemeinverbindlich erklärten und der im Anhang 1 aufgeführten GAV haben Vorrang.

Artikel 15 und 17

Militär- / Zivil- / Zivilschutzdienst

Der Anspruch besteht nach der Probezeit in einem auf unbestimmte Zeit abgeschlossenen Arbeitsverhältnis:
- 80% des Lohnes für max. 4 Wochen pro Jahr
- nach 2 Jahren ununterbrochener Anstellung 80% des Lohnes gemäss Berner Skala

Übersteigen die Leistungen der Erwerbsersatzordnung die Leistungen des Arbeitgebers kommt die Differenz dem Arbeitnehmenden zu.

Achtung:
Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen gemäss Art. 20 AVG (SR 823.11) und Art. 48a AVV (SR 823.111) der allgemeinverbindlich erklärten und der im Anhang 1 aufgeführten GAV haben Vorrang.

Artikel 16

Pensionsregelungen / Frühpensionierung

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Beiträge

Paritätische Fonds / Vollzugsbeiträge / Weiterbildungsbeiträge

Berufsbeiträge:
WerLohnprozent
Arbeitnehmende0.7%
Arbeitgebende0.3%
Näheres regelt das Reglement.

Für die Mitglieder der vertragsschliessenden Verbände sind die Vollzugs- und Weiterbildungskosten im Mitgliederbeitrag enthalten. Die Rückerstattung wird in einem Reglement geregelt und beträgt maximal 80% des Mitgliederbeitrages.

Die Beiträge ersetzen jene Beiträge der in Art. 3 erfassten GAV.

Artikel 7 und 8

Arbeits- / Diskriminierungsschutz

Anti-Diskriminierungsbestimmungen

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Gleichstellung allg. / Lohngleichheit / Vereinbarkeit Beruf und Familie / Sexuelle Belästigung

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Arbeitssicherheit / Gesundheitsschutz

Die Vertragsparteien unterstützen und fördern die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz der verliehenen Arbeitnehmenden.

Die Arbeitsverleiher haben die Personalberatenden und die Arbeitnehmenden bezüglich Arbeitssicherheit zu instruieren und bestätigen das auf dem Einsatzvertrag.

Die Einsatzbetriebe sind gemäss Verordnung über die Unfallverhütung verantwortlich für die Zurverfügungstellung einer Sicherheitsgrundausrüstung und für die ergänzenden Schutzmassnahmen und –instruktionen, die entsprechenden Schutzanzüge, das Einhalten der Schutzvorschriften (Asbestsanierung/Wasser-, Schlamm-, Untertagarbeiten etc.) und das Melden und die Entschädigung der Verleihbetriebe für die entsprechenden Zuschläge.

Artikel 7.2 und 26

Lehrlinge / Angestellte bis 20 Jahre

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Kündigung

Kündigungsfrist

Bei unbefristeten Verträgen:
AnstellungsdauerKündigungsfrist
Während der Probezeit (= 3 Monate)2 Tage
4.-6. Monat7 Tage
Ab 7. Monat1 Monat


Artikel 10 und 11

Kündigungsschutz

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Sozialpartnerschaft

Vertragspartner

Arbeitnehmervertretung

Unia
Syna
Kaufmännischer Verband Schweiz (KV Schweiz)
Angestellte Schweiz

Arbeitgebervertretung

swissstaffing

paritätische Organe

Vollzugsorgane

Schweizerische Paritätische Berufskommission Arbeitsverleih (SPKA):
Die Vertragsparteien vollziehen gemeinsam diesen Vertrag und setzen die Anwendung der Bestimmungen durch.

Form: partitätisch zusammengesetzter Verein
Geschäftsführung im Bereich Vollzug bei Unia, im Bereich Weiterbildung bei swissstaffing, im Bereich Sozialfonds bei Stiftung 2. Säule swissstaffing

Die Aufgaben sind im Detail im Reglement geregelt.

Regionale paritätische Berufskommissionen (RPKA):
- Bis spätestens 12 Monate nach Inkrafttreten der Allgemeinverbindlicherklärung sollen drei nach Sprachregionen definierte Komissionen bestehen.
- Kompetenzen: Kontrolle der GAV-Bestimmungen, Ausfällen von Konventionalstrafen

Möglichkeit der Betriebsprüfungen zur Kontrolle der Einhaltung der GAV-Bestimmungen (Sicherstellung der Koordination durch SPKA)

Artikel 7, 8, 32, 33, 34, 35 und 36

Fonds

Spezialfonds zur Unterstützung der kollektiven Krankentaggeldversicherung

Artikel 7.2

Mitwirkung

Freistellung für Verbandstätigkeit

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Mitwirkungsbestimmungen (Betriebskommissionen, Jugendkommissionen, usw.)

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Schutzbestimmungen von Gewerkschaftsdelegierten und von Mitgliedern der Personal- / Betriebskommissionen

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Soz. Massnahmen / Sozialpläne / Massenentlassungen / Erhaltung v. Arbeitsplätzen

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Konfliktregelungen

Schlichtungsverfahren

StufeZuständige Institution
1. StufeSchiedsgericht
2. StufePräsidentIn des Obergerichts ZH


Rekursinstanz:
- Schaffung eine Rekurskommission
- Zusammensetzung: je zwei von der Vereinsversammlung des Vereins Paritätischer Vollzug, Weiterbildung und Sozialfonds für den Personalverleih gewählten Arbeitgeber- und ArbeitnehmendenvertreterInnen
- Aufgaben: Rekurskommission behandelt und entscheidet über Rekurse von Betroffenen gegen Unterstellungsentscheide, Feststellungsentscheide, verhängte Konventionalstrafen, Kontrollentscheidungen, namentlich die Auferlegung von Kontrollkosten, Entscheide in Bezug auf Anträge zur Unterstützung von Weiterbildungen, Entscheide in Bezug auf Anträge zur Unterstützung von Massnahmen für Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit der SPKA und RPKA.

Artikel 39 und 40

Friedenspflicht

Arbeitnehmende werden nicht als Streikbrecher in rechtmässig bestreikte Einsatzbetriebe verliehen.

Artikel 9.1

Dokumente und Links  nach oben
» Bundesratsbeschluss zur Allgemeinverbindlicherklärung
» GAV Personalverleih 2012 (210 KB, PDF)

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